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Periorale Dermatitis | Mundrose

Haut aus dem Gleichgewicht

Bei der Perioralen Dermatitis (POD), auch Mundrose oder Stewardessen-Krankheit genannt, handelt es sich um eine periorale -um den Mund-, oder periokuläre -um die Augen- Entzündung. Als Auslöser kommen eine überpflegte Haut, mit nicht atmungsaktiven, silikon- oder erdölhaltigen Produkten, Produkthopping, häufiges Eincremen mit Feuchtigkeitscremes und daraus resultierender Überfeuchtung, Quellung und Milieuänderung der Hornschicht, kortisonhaltige Cremes und Nasensprays (Heuschnupfen), inhalativ Asthmaspray, aber auch Pilze, Bakterien, Hormonumstellungen, psychische Faktoren oder Lebensmittelunverträglichkeiten infrage. Insbesondere Präparate mit hohen UV-Filtern auf physikalischer Grundlage führt zu Okklusion (Deckelung) der Haut, folglich schwitzt und quillt sie auf, was zu einer Störung der Hautbarriere führt.

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Verlauf und Erscheinungsform:

Betroffene leiden unter extremen Hautspannungsgefühl, Brennen, insbesondere bei Anwendung von Seren, Ampullen, Gelen oder Fluids und unter Juckreiz. Es wird in der Dermatologie immer noch diskutiert, ob es sich hierbei um eine Subvariante der Neurodermitis handelt.

Sichtbare Zeichen einer POD:

multiple dicht stehende stecknadelgroße Bläschen -nicht zu verwechseln mit Herpes-, mit Wasser oder Eiter gefüllte Blasen (Pusteln), rote Knötchen (Papeln), flächige Rötungen, leichte Schwellungen, Schuppen. Oft bleibt um die Lippen ein schmaler weißer Kranz, ein nicht befallener Randsaum. Sie tritt überwiegend bei Menschen auf, die zu Überempfindlichkeiten neigen, unter Heuschnupfen, Asthma und Neurodermitis leiden. Man spricht hier auch von Atopikern. Eine periorale Dermatitis ist chronisch rezidivierend (immer wiederkehrend) mit einer Dauer von einer Woche bis hin zu mehreren Monaten. Frauen erkranken ca. 20-mal häufiger als Männer.

„Pflegliche“ Tipps für Betroffene

Wo vorher „zu viel“ ist jetzt „weniger mehr“ die einzig wahre Devise und soll die Mundrose zum Abklingen bringen. Das heißt: Konsequenter Verzicht auf fettreiche Pflege, auch wenn die Haut in der Übergangsphase noch so spannt, juckt oder brennt. Erneutes Auftragen von fetthaltigen Produkten kann das Abheilen um einiges (ca. 4-8 Wochen) verzögern.

Was bringt eine POD zum Erblühen? 
Vermeiden Sie unbedingt:

  • deckelnde Produkte durch Silikon und Paraffin
  • physikalische Pigmente wie Zink- und Eisenoxid in Lichtschutzprodukten und Make-up’s.
  • Kortisonhaltige Salben, Sprays
  • Flur in Zahncremes
  • Mizellenwasser
  • Feuchtigkeitsprodukte wie W/O Emulsionen, Gel-Produkte, Seren, Ampullen, Fluids
  • mechanische Reizung durch z.B. Granulat-Peeling

Unser Experten-Tipp
Empfehlungen aus unserem Erfahrungsschatzkästchen:

  • verwenden Sie Pasten und Heilkreiden, um die POD trocken zu legen
  • pH-Wert senkende Produkte (Säuren) 
  • barriereaufbauende Cremegrundlagen 

 

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